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LONEALB

 

Aktuelles, Infos und Downloads

 

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH DEM LONETAL UND ACHTAL ZUR NOMINIERUNG ALS UNESCO WELTERERBE - Juli 2017




www.archaeopark-vogelherd.de



 

Hohlenstein Stadel im Lonetal

 

Vogelherdhöhle im Lonetal

 

Libelle des Jahres 2019            

 

Schwarze Heidelibelle, Sympetrum danae. Bild: Sven Ehret

Das Männchen der Schwarzen Heidelibelle ist, wie der
Name schon aussagt schwarz, das Weibchen ist gelbbraun mit schwarzen Binden an den Thoraxseiten - siehe Abbildung.
An pflanzenreichen, stehenden Moorgewässern, z.B. im Donaumoos, kann sie bei uns beobachtet werde.


 




   Vogel des Jahres 2019 

 

Feldlerche, Alauda arvensis. Bild: NABU Archiv

 Die Feldlerche ist Charakterart des offenen
 Agrarland. Früher überall häufig und allgegenwärtig.
 Kein Geringere als J. W. Goethe schrieb über die
 Feldlerche:
 "Lass nur die Sorge sein, dass gibt sich alles schon,
 und stürzt der Himmel ein, kommt doch die Lerche davon."

Es würde auch ihn betrüben wüßte er um den gravierenden Bestand des schönen Singvogels in unserer heutigen
Feldflur.
Wir brauchen für die Lerche, wie auch für viele andere
Offenlandarten, mehr Strukturvielfalt, Brachen, extensive
Wiesen und Weiden, und nahrungsreiche Randstrukturen als Ergänzung zu den intensiv genutzten Ackerflächen.


 

 

Schachbrettfalter, Melanargia galathea

 Schmetterling des Jahres 2019

Der Schachbrettfalter gehört zu den Wiesenfaltern. Er ist wie alle Tagfalter des Grünlands selten geworden aber durch seine auffallende Zeichnung und doch geringe Lebensraumansprüche noch für Jedermann zu entdecken und zu erleben.
Jedoch benötigt er "unaufgeräumte" Feld- und Wiesenfluren, Altgrastreifen, wo er seine Puppenruhe um Mittsommer in Ruhe abschließen kann, bevor der schöne Falter ausfliegt.
==> siehe unten "Die Wiesenfalter"



"Die Normalität ist eine gepflastere Straße, man kann gut darauf gehen - doch es wachsen keine Blumen auf ihr."  Vincent van Gogh  

Man muss die Menschen wieder dazu erziehen, dass sie eine Blume schöner finden als Beton"  Konrad Lorenz  



2019 bei mir im Focus bei Führungen und in der praktischen
Naturschutzarbeit, als Sinnbild für eine artenreiche Kulturlandschaft:
DIE WIESENFALTER
 

Dateidownload
Hallo, wir sind die Wiesenfalter
Wiesenfalter.pdf [ 2.1 MB ]

 

                                                           HALLO,

                                   WIR SIND DIE WIESENFALTER     

 

Wir waren gemein, gewöhnlich, überall, wo es Wiesen gab sehr häufig anzutreffen.

Wir heißen Schornsteinfeger, Schachbrett, Kleines Wiesenvögelchen und Ochsenauge.

Heute gaukeln wir immer noch über die Grünlandflächen. Aber es sind nur noch besondere Wiesen, wo wir uns wohl fühlen und noch in großer Zahl fliegen.
Der Mensch ist eigentlich unser Freund, er nutzt und erhält die Wiese, unseren Lebensraum.  

Eigentlich ist beim Wiesenfalter alles ganz einfach, die Raupe frisst an diversen Gräsern und die fliegenden Insekten saugen Nektar an Wiesenblumen.
Die Entwicklungs-Biologie weist kein besondere Abhängigkeit oder Anpassung an seltene Futterpflanzen auf.
Die Flugzeit ist in der Regel von Juni bis Juli in einer Generation. Nur beim Kleinen Wiesenvögelchen gibt es 2-3 Generationen, die Falter sind dann noch im Sept./Okt.  anzutreffen.
Die Kleine Raupe überwintert auf der Wiese und frisst im Frühjahr weiter.
Im Juni ist 2-3 Wochen Puppen- ruhe. Die Stürzpuppe hängt im unteren Bereich eines Grasbüschels und im Juli schlüpft der Falter um den Kreislauf zu schließen.

In der Entwicklungsbiologie liegt dennoch heutzutage die Gefahr für die Larvenstadien:
Zu frühes, zu kurzes Mähen oder  Mulchen mit Liegenlassen der Streu gefährdet die Raupen (Fäulnis/Pilze)
Wegen der Puppenruhe im Juni können sich die Wiesenfalter nur in spät gemähten Wiesen         (Mahd frühest Anfang Juli) entwickeln. Und wo gibt es die noch?
Möglich ist auch eine erfolgreiche Entwicklung in 2-Schnitt-Wiesen. Dann sollte die fast erwachsene Raupe aber den ersten Schnitt, Ende Mai überleben.

Kleine Rückzugsgebiete mit Wiesenaltgras oder ungenutzte Brachen gibt es immer weniger.
Ackerränder, Wiesenwege, Wegsäume, Straßen-, Graben- und Uferböschungen fallen heute oft dem Ordnungssinn von uns Menschen zum Opfer, werden mehrmals im Jahr gemäht. Die Streu bleibt dabei in aller Regel noch liegen.

Was können wir alle tun ?

Genau das, was oben skizziert ist unterlassen. Etwas „Unordnung“ in der Landschaft tolerieren und überall, wo gemäht wird Altgrasinselchen stehen lassen.

Brachland = Wiesenfalterland